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Genveränderte Organismen (GVO) & Honig |
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Wie alle Naturprodukte ist Honig ein Spiegelbild der Umwelt. Die Biene sammelt Nektar und Pollen in ihrer natürlichen Umgebung.
Im Rahmen der sogenannten Grünen Gentechnik sind genveränderte Organismen (GVO) in Pflanzen wie zum Beispiel Raps, Mais, Soja und Baumwolle heute in vielen Regionen der Erde verbreitet. Zu den Hauptanbauländern zählen die USA, Argentinien, Brasilien, Kanada, China und Indien sowie die EU. Auch in Deutschland werden gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Honig an sich enthält keine GVO, jedoch kann der Pollen, der im Honig zu finden ist, von einer gentechnisch veränderten Pflanze stammen. Allerdings ist der Anteil von Pollen im Honig mit weniger als 0,1 Prozent sehr gering. Zur Nahrungsaufnahme fliegen die Bienen in einem Radius von ca. 7 Kilometern, manchmal sogar darüber hinaus. Der Bienenflug kann von den Imkern daher nicht kontrolliert werden, und so ist nicht auszuschließen, dass die Biene eine GVO-Pflanze anfliegt und dieser Pollen in den Honig gelangt. Zudem kann Pollen über den Windflug mehrere hundert Kilometer getragen werden - dies ist unter anderem ein Grund dafür, dass auch in deutschen Honigen gv-Pollen nachgewiesen werden können.
Diese Pollen sind allerdings keine gentechnisch veränderten Organismen - sie sind im Honig inaktiv und können genetisches Material nachweisbar nicht übertragen.
Die EU-Kommission trägt diesem Umstand Rechnung, indem Honig von der sogenannten GVO-Verordnung ausgenommen ist und somit weder eine Zulassungs- noch eine Kennzeichnungspflicht besteht.
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Rückstandsuntersuchungen |
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Jeder Honig kann nur so unbelastet geerntet werden, wie es die Umweltbedingungen im Erntegebiet zulassen. Quasi als „Biofilter“ wirkt die Biene selbst: sie ist sehr empfindlich gegenüber Pflanzenschutzmitteln und anderen Chemikalien und stirbt daher meist, bevor sie den Stock erreicht. Trotzdem können durch unsachgemäße Anwendung in den verschiedensten Bereichen (Land- und Forstwirtschaft, Imkerei, u.ä.) Kontaminationen nicht ausgeschlossen werden. Durch ständige Optimierung der Untersuchungsmethoden sowie höchste Präzision bei der Analyse durch moderne HPLC-Anlagen sorgt die Qualitätskontrolle von Langnese dafür, dass keine belasteten Honige in den Handel kommen.
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Sensorik und Organoleptik |
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Die sensorische Beurteilung, d.h. das Erfassen eines Honigs mit allen Sinnen, gehört zu den wohl schwierigsten Aufgaben in der Honiganalytik. Hier wird beurteilt, ob ein Honig in Bezug auf Geruch, Geschmack und Aussehen die Anforderungen erfüllt, die an ihn gestellt werden (z. B. mild, würzig, nach einer bestimmten Trachtpflanze schmeckend oder riechend). Um diese Aufgabe erfüllen zu können, benötigt der Sensoriker jahrelange Erfahrung mit Honig, ständiges Training und hochempfindliche Sinne. Da sich die Honigaromen immer wieder verändern, weil auch die Honige immer wieder eine andere Zusammensetzung aufweisen, gibt es praktisch keine langfristig archivierbaren Vergleichsproben. Die Nuancen können nur im Gedächtnis gespeichert werden. Ein leistungsfähiges Prüfpanel sorgt auch in diesem Bereich dafür, dass Langnese Honig seinen Kunden stets gleichbleibend hohe Qualität bietet.
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Untersuchungsverfahren im Einzelnen |
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Die Enzymgehalte (Diastasezahl und Saccharasezahl) geben Aufschluss über Erntereife, schonende Gewinnung und Verarbeitung. |
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Der HMF-Gehalt (Hydroxymethylfurfural-Gehalt) erlaubt eine Aussage darüber, ob die Ware einer thermischen Belastung (Hitzeeinwirkung) ausgesetzt war. |
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Der Wassergehalt gibt Aufschluss darüber, ob der Honig im reifen oder unreifen Zustand geerntet wurde. |
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Die Dextrinebestimmung liefert Anhaltspunkte für eine mögliche Verfälschung des Honigs mit stärkehaltigen Glucosesirupen (diese Analyse wird nur noch selten bei besonderen Verdachtsmomenten angewandt, weitgehend ersetzt durch HPLC-Methoden). |
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Bestimmung von ph-Wert, elektrischer Leitfähigkeit und Aschegehalt werden eingesetzt um die Deklarationsfähigkeit von „Honigtauhonigen“ abzusichern. |
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Das Verhältnis von Fructose- zu Glucosegehalt wird bestimmt um festzustellen, ob es sich der Tendenz nach eher um einen flüssigen oder kristallinen Honig handelt. |
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Der Glyceringehalt wird bestimmt, um eine mögliche, aber verbotene Manipulation des Wassergehaltes auszuschließen. |
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