Aktion

So muss Honig schmecken.

A-F

Aminosäuren
siehe Proteine


Arbeitsbiene/Arbeiterin
Die Arbeitsbiene ist im Bienenstock ein „Mädchen für alles”.
Sie putzt, kümmert sich um den Nachwuchs und baut den
Stock aus. Wenn sie neue Waben konstruiert, wird sie auch
Baubiene genannt. Wenn sie sich hingegen vor allem um
den Nachwuchs sorgt, nennt man sie auch Stockbiene.
Wenn die Arbeitsbiene älter wird, übernimmt sie neue
Tätigkeiten, wie den Schutz des Stocks als Wachbiene
oder das Sammeln von Nektar und Honigtaus als Sammelbiene.


Aromastoffe
In Honig sind viele appetitanregende Aroma- und
Geschmacksstoffe enthalten, die den Honig so wertvoll machen.
Mehr als 200 verschiedene Substanzen wurden bereits identifiziert.
Ein Teil der Wertschätzung, den der Honig in so vielen Ländern und
Kulturen genießt, ist mit Sicherheit auf diese Vielfalt zurückzuführen.


Babys
Babys und Kleinkinder unter einem Jahr sollten vorsichtshalber
ganz auf Honig verzichten. Das Magen- und Darmsystem von
Säuglingen bis zu 12 Monaten ist nicht voll ausgereift und noch instabil.
Deshalb kann man nicht ausschließen, dass Sporen von Bakterien
(Clostridium botulinum), die auch in Honig vorhanden sein können,
in seltenen Fällen Krankheiten (Säuglingsbotulismus) auslösen können.


Backhonig
Backhonig ist ein Honig von verminderter Qualität, dem durch
Wärmeschädigung unter anderem Enzyme entzogen wurden.
Dieser Honig ist für den menschlichen Verzehr zwar nach wie vor
geeignet, wird aber vorzugsweise als Süßungsmittel in der Industrie
eingesetzt. Langnese verwendet nur beste, kontrollierte Honige
und daher keinen Backhonig.


Baubiene
siehe Arbeitsbiene


Bienenharz
siehe Propolis


Bienenstaat/Bienenvolk
Ein Bienenstaat besteht aus einer Königin, ca. 500 bis 2.000
männlichen Bienen und ca. 30.000 bis 80.000 Arbeiterinnen.
Die Organisation eines Bienenvolkes ist faszinierend.
Sie beeindruckt durch eine perfekte Arbeitsteilung,
ein enges Sozialgefüge und eine leistungsfähige Kommunikation.


Bienenstock
Der Bienenstock ist die Heimat eines Bienenvolks. Heute sind
dies oft künstliche Nisthöhlen, die von einem Imker bereitgestellt
werden. Ursprünglich suchen sich die Bienen einen geschützten
Ort in der Natur für ihren Stock.


Bienentanz
Wie finden die Sammelbienen ihre Futterquellen? Bienen
haben dafür eine eigene komplexe Körpersprache. Mittels zweier
Standardtänze, dem Rund- und Schwänzeltanz, geben sie alle
Informationen an ihre Kolleginnen weiter, die nötig sind, um die
gleichen Trachtpflanzen zu finden. Es ist verblüffend, wie viele
Informationen die Bienen in ihren Bewegungen kodieren können:
Die erste Information bekommen die Bienen sofort durch den
Geruch. Die heimkommende Biene trägt den Geruch und
die Pollen der jeweiligen Futterpflanze in ihrem feinen
Körperpelz. So wissen alle anderen Sammelbienen sofort,
um was für eine Quelle es sich handelt und wie sie schmeckt.


Bienenwaben
Bienenwaben sind so perfekt gebaut, dass jeder Bauingenieur neidisch werden könnte. Keine andere geometrische Form in der Natur erreicht eine so große Festigkeit und Stabilität bei einem so kleinen Materialverbrauch und Gewicht. Auf der ganzen Welt bauen Bienen unabhängig voneinander die gleichen Waben. Auch bei wildlebenden Bienen, die keine Holzrahmen vorgegeben bekommen, sind die Wände immer exakt senkrecht. Die einzelnen Zellen sind in einem Winkel von 15° leicht nach oben geneigt, sodass der eingelagerte Honig nicht heraus fließt.

 

Bienenwachs
Bienenwachs ist neben Honig und Propolis eines der bedeutendsten Bienenprodukte. Seine Verwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Bienenwachs war schon immer ein begehrter Rohstoff für gut brennende Kerzen, deswegen förderte unter anderem die Kirche lange Zeit die Bienenhaltung.


Blütenhonig
Ein Blütenhonig ist ein Honig, der überwiegend aus Nektar gewonnen wird.


Blütenpollen/Blütenstaub
Zum Nektarsaugen kriechen die Bienen tief in die Blüten. Dabei bleiben Pollen am feinen Haarkleid der Bienen hängen, bilden sogenannte Pollenhöschen und werden dann von den Bienen zufällig mit in den Bienenstock getragen. Die eingetragenen Pollen finden sich im Honig wieder und ermöglichen später eine genaue Herkunfts- und Sortenbestimmung.


Botanische Herkunft
Die wichtigste Einteilung der Honige erfolgt nach den von den Bienen besuchten Pflanzen, der Tracht. Grob unterscheidet man bei der Nahrung der Bienen zwischen Nektar und Honigtau.


Deutsche Honigverordnung
Die gesetzlichen Qualitätsanforderungen für Deutschland sind in der Deutschen Honigverordnung vom 16.12.1976 festgelegt. Aktualisierungen gab es 2004 und 2007. Sie regelt die Gewinnung, Behandlung und Deklaration von Honig in Deutschland. Die Honigverordnung gibt klare Richtlinien vor, wie Honig beschaffen sein muss, damit er in den Handel gelangen darf.


Diabetiker
Diabetiker dürfen nach neuesten Erkenntnissen alle Speisen in Maßen genießen, also auch Honig. Trotzdem sollten sich Diabetiker vor dem unbeschwerten Genuss von Honig mit ihrem behandelnden Arzt beraten. Als Faustregel sind ungefähr 12 g Zucker eine Broteinheit (BE), so dass ein 20 g-Portionsbecher Honig ca. 1,25 BE entspricht.  


Drohne
Pro Stock gibt es 500 bis 2.000 männliche Bienen. Sie werden Drohnen genannt und sind genau wie die Arbeiterinnen Kinder der Königin. Allerdings mit einem Unterschied: Sie haben keinen Vater. Drohnen schlüpfen aus unbefruchteten Eiern, die die Königin in etwas geräumigere, spezielle Waben legt, denn sie werden größer als ihre Schwestern. Drohnen haben keinen Stachel, beteiligen sich an keiner Arbeit und können nicht selbstständig fressen. Ende August haben sie ihre einzige Lebensaufgabe erfüllt, nämlich junge Königinnen zu begatten. In der sogenannten „Drohnenschlacht” werden sie anschließend aus dem Stock vertrieben.


Eiweiß
siehe Protein


Enzyme/Fermente
Enzyme sind komplizierte Proteinverbindungen, die Stoffe spalten oder umwandeln können. Sie sind Biokatalysatoren und steuern den gesamten Stoffwechsel im menschlichen Körper. Enzyme sind unter anderem gegen Hitze sehr empfindlich. Daher zeigt eine hohe Enzymtätigkeit in der Regel, dass der Honig naturbelassen und „lebendig” ist.


Frisch, Karl von
Einen Großteil unseres heutigen Wissens über Bienen verdanken wir dem österreichischen Zoologen Karl von Frisch, geboren 1886 in Wien. Er entdeckte, dass Bienen Farben auf andere Art unterscheiden können als wir, mit den Fühlern riechen, die Sonne als Kompass nutzen und eine besondere „Sprache” für die Verständigung untereinander haben. Seine Entdeckungen waren so wichtig, dass er 1973 den Nobelpreis erhielt.


Fruchtzucker/Fructose
siehe Zucker

 

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