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Bienenmänner: Die Drohnen

Pro Stock gibt es 500 bis 2.000 männliche Bienen. Sie werden Drohnen genannt und sind genau wie die Arbeiterinnen Kinder der Königin. Allerdings mit einem Unterschied: Sie haben keinen Vater. Drohnen schlüpfen aus unbefruchteten Eiern, die die Königin in etwas geräumigere, spezielle Waben legt, denn sie werden größer als ihre Schwestern. Drohnen haben keinen Stachel, beteiligen sich an keiner Arbeit und können nicht einmal selbstständig fressen! Ende August haben sie ihre einzige Lebensaufgabe erfüllt, junge Königinnen zu begatten. In der sogenannten "Drohnenschlacht" werden sie anschließend aus dem Stock vertrieben.

 

Drohnen



 

Der Herbst beginnt mit der Drohnenschlacht

Es ist Herbst, die Honigernte ist eingebracht und alles bereitet sich auf den Winter vor. Im Oktober schlüpft die letzte Brut: Es sind Winterbienen, die nicht schon nach wenigen Wochen sterben, sondern den gesamten Winter überleben. Der Bienenstaat zieht sich in den Stock zurück und zur Wintertraube zusammen. Langsam, zusammen mit fallenden Außentemperaturen und kürzer werdenden Tagen, schränkt die Königin ihre Tätigkeit ein, bis sie ganz aufhört Eier zu legen. Die Bienen leben jetzt ausschließlich von ihren Vorräten: Honig und Pollen. Unproduktive "Fresser", wären jetzt Luxus, den sich kein Bienenvolk leisten kann, schließlich weiß man nicht, wie lange der Winter dauert. Daher werden alle Drohnen aus dem Stock geworfen, notfalls mit Gewalt. Die Arbeiterinnen sind gründlich, auch die Drohnenbrut wird vernichtet. Da die Nächte schon recht kalt sind, überleben die verstoßenen Drohnen nicht.

 

Auf Hochzeitsflug

Liebschaften zwischen Königin und Drohnen im Stock sind tabu, schließlich sind sie eng verwandt. Sie suchen sich stockfremde Partner für die Paarung. Daher gibt es in der Landschaft, kilometerweit vom Stock entfernt, spezielle Lufträume mit Tradition. Jedes Jahr im Spätsommer treffen sich hier die Drohnen aller Völker aus der Umgebung und warten auf die gerade mal eine Woche alten Jungköniginnen. Fliegt eine Königin ein, stürzen sich alle Drohnen auf sie, denn der Lockstoff, den sie aus ihrem Mund verströmt macht die Drohnen rasend. Bis zu sieben mal paart sich die Königin. Jedes Mal mit einem anderen Partner, da diese nach der Übergabe der Spermien sterben. Fünf bis sieben Millionen Spermien reichen der Königin für ihre drei bis vierjährige Legezeit – so lange hält sie diese in ihren Samentaschen frisch. Nach dem Hochzeitsflug kehrt sie in den Stock zurück und beginnt nach drei Tagen zu legen. Ständig sucht sie neue leere Brutwaben, jede wird auf ihre Größe geprüft: engere Waben sind für zukünftige Arbeiterinnen, sie werden mit befruchteten Eiern bestückt und weitere für Drohnen, die daher mit unbefruchteten Eiern bestiftet werden.

 

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