Die erste Jungkönigin, die es schafft sich aus ihrer Zelle zu befreien, macht sich sofort bemerkbar, indem sie durch Luftpressen und Flügelvibration einen markant hellen Ton erzeugt, „Tüten“, nennt das der Imker. Die noch verdeckelten Schwestern machen das ebenfalls, nur hört es sich aufgrund der Wände eher wie ein Quaken an. Weiter befreien können sie sich nicht, denn die neue Königin sticht als erstes ihre königlichen Schwestern ab. Die junge Königin sorgt dann dafür, das aus den Zurückgebliebenen schnell wieder ein starkes Volk wird. Sie wird sich als einzige beim Hochzeitsflug begatten lassen und mit dem Rest des Muttervolkes ein neues Volk gründen. Es macht also Sinn, dass die Natur ausgerechnet die Jungbienen zu Ammen macht.
Die alte Königin hängt sich mit ihrem Gefolge nicht weit vom Heimatstock an einen Ast, ein Dach oder andere geeignete Plätze. Dort warten sie darauf, dass die Spürbienen ein neues Quartier gefunden haben. Sie preisen es tanzend an und das Volk folgt ihnen in ihr neues Zuhause.