HomeWarenkunde HonigBiene und BienenstaatKörperaufbau der Biene

Der Körperaufbau der Biene

Bienen haben drei Körpersegmente: Kopf, Brust und Hinterleib. Der gesamte Körper ist von einem dichtem Pelz aus feinen Härchen bedeckt, die aus der dunkel glänzenden, harten Haut sprießen – der Kutikula. Dieser sogenannte "Chitinpanzer" schützt und dient den Muskeln als Ansatz. Wie eine Ritterrüstung besteht er aus einzelnen Gliedern und Spangen, die durch hochelastische Membranen beweglich miteinander verbunden sind, damit die Biene sich bewegen kann.

Kopf und Brust sind durch einen sehr dünnen Hals verbunden. Die Brust ist das Bewegungszentrum des Körpers. Sechs mehrgliedrige Beine und vier glasklare Hautflügel setzen hier an. Der Hinterleib besteht aus teleskopartig ineinander geschobenen Ringelementen, die mit Wachsdrüsen bestückt sind und nach innen eingezogen den Bienenstachel tragen. Er wird nur ausgefahren, wenn sich die Biene bedroht fühlt.

 

Zehntausend Augen


Lückenlos und starr ist dagegen die Kopfkapsel. Beweglich sind nur die Fühler, die Mandibeln (zangenartige Beiß- und Knetwerkzeuge) und der Saugrüssel. Den größten Teil des Kopfes machen die beiden riesigen Facetten-Augen aus. Jedes ist wie ein Mosaik aus 5000 winzig-kleinen Einzelaugen zusammengesetzt. Dazwischen liegen noch drei kleine Punktaugen, die auf Lichtreize reagieren. Trotz der „10.000 Augen“ sieht eine Biene hundertmal schlechter als der Mensch. Bewegtes nehmen sie schärfer wahr als Starres, sie sehen im Flug also besser als im Sitzen. Kinofilme brauchen nur 24 Bilder pro Sekunde, um Menschen Bewegung vorzutäuschen; Bienenaugen bräuchten dafür mehr als 200 Bilder. Bienen sind rotblind, sehen also bei Rot immer schwarz. Dafür können sie eine Farbe wahrnehmen, die für uns Menschen unsichtbar ist: Ultraviolett. Weiße Blüten erscheinen für Bienen daher Blau – Weiß reflektiert die kurzwelligen UV-Anteile des Sonnenlichts nicht.

 

Seite drucken
SitemapImpressumHaftung