Lückenlos und starr ist dagegen die Kopfkapsel. Beweglich sind nur die Fühler, die Mandibeln (zangenartige Beiß- und Knetwerkzeuge) und der Saugrüssel. Den größten Teil des Kopfes machen die beiden riesigen Facetten-Augen aus. Jedes ist wie ein Mosaik aus 5000 winzig-kleinen Einzelaugen zusammengesetzt. Dazwischen liegen noch drei kleine Punktaugen, die auf Lichtreize reagieren. Trotz der „10.000 Augen“ sieht eine Biene hundertmal schlechter als der Mensch. Bewegtes nehmen sie schärfer wahr als Starres, sie sehen im Flug also besser als im Sitzen. Kinofilme brauchen nur 24 Bilder pro Sekunde, um Menschen Bewegung vorzutäuschen; Bienenaugen bräuchten dafür mehr als 200 Bilder. Bienen sind rotblind, sehen also bei Rot immer schwarz. Dafür können sie eine Farbe wahrnehmen, die für uns Menschen unsichtbar ist: Ultraviolett. Weiße Blüten erscheinen für Bienen daher Blau – Weiß reflektiert die kurzwelligen UV-Anteile des Sonnenlichts nicht.