HomeWarenkunde HonigGeschichte des HonigsHonig im alten Ägypten

Honig im alten Ägypten


Ihre erste Hoch-Zeit erlebte die Imkerei im alten Ägypten. Die Biene galt als etwas Göttliches, Honig war die „Speise der Götter“ und wurde als "Lebendig gewordene Tränen" des Sonnengottes Ra angesehen. Um 3.200 v. Chr. waren Bienen in der Hieroglyphenschrift das Symbol der Pharaonen, sie schmückten auch das Siegel der Königin Hatschepsut. Honig war so begehrt, dass Beamte ständig für Nachschub aus Griechenland und Syrien sorgen mussten. Unter Ramses II bekamen hohe Beamte einen Teil ihres Gehaltes in Honig ausgezahlt. Honig war ein wichtiges Zahlungsmittel: Für einen Topf Honig bekam man einen Esel oder ein Rind.

Eine Vorform der heutigen Imkerei gab es bereits um 2.500 v. Chr.: Die Imker fuhren ihre Bienenstöcke in Tonbehältern mit Booten auf dem Nil hin- und her und ließen die Bienen an geeigneten Stellen ausfliegen. Nachts fuhren sie weiter zu neuen Gebieten. Schon früh war bekannt, dass sich gleichzeitig mit der Honig- und Wachsproduktion auch die Ernteerträge der Obstbauern steigern lassen, wenn die Bienenvölker in Gebiete gebracht wurden, in denen intensive Landwirtschaft betrieben wurde.

 

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