HomeWarenkunde HonigGewinnung des HonigsBlütenpollen und Gelée Royale

Blütenpollen (Blütenstaub)


Zum Nektarsaugen kriechen die Bienen tief in die Blüten. Dabei bleiben Pollen am feinen Haarkleid der Bienen hängen und werden dann von den Bienen mehr zufällig mit eingeschleppt. Dieser Pollen ermöglicht später eine genaue Herkunfts- und Sortenbestimmung des jeweiligen Honigs. Pollen wird aber auch absichtlich gesammelt, da er den Bienen als Proteinquelle dient.

Während des Fluges transportieren die Bienen den Blütenstaub in Mulden an den Hinterbeinen, den sogenannten "Körbchen". Dies geschieht durch schnelle Bewegungen der feinen Kämme und Bürsten an ihren Beinen. Die Bienen machen den Pollen mit etwas Nektar klebrig, so dass er in dicken Klumpen an ihnen hängt. Diese sog. "Pollenhöschen" streifen die Bienen im Stock ab und lagern sie in einem "Pollenkranz" rund um das Brutnest ein oder in separaten Waben, den sog. "Pollenbrettern".

Ein Bienenvolk kann ein bis zwei Kilogramm Pollen pro Tag sammeln. Die Pollenfarbe hängt von der beflogenen Pflanze ab und kann sehr verschieden sein, z. B. weiß, gelb, grün, braun, schwarz, orange, etc.

 

Gelée Royale


Gelée Royale, auch Weiselfuttersaft genannt, ist in erster Linie Futter für die Königin. Gewöhnliche Bienenlarven werden nur drei Tage mit Gelée Royale gefüttert und dann auf "Diät gesetzt", die Königinnen bekommen es ihr ganzes Leben lang.

Die Gewinnung ist sehr aufwändig - Gelée Royale daher entsprechend teuer. Der Imker baut zu diesem Zweck eine Königinnenzucht auf: er hängt extra viele, künstlich produzierte Weiselzellen (Königinnenzellen) mit Arbeiterinnenlarven in den Bienenstock. Die Larven werden von den Bienen akzeptiert und entsprechend reichlich mit Gelée Royale gefüttert. Nach ca. drei Tagen entfernt der Imker die Larven und erntet das Gelée Royale.

 

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