HomeWarenkunde HonigGewinnung des HonigsDie Kristallisation

Beeinflussen der Kristallisation

Jeder Honig kristallisiert oder "kandiert" zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dieser natürliche physikalische Vorgang hat nichts mit der Qualität des Honigs zu tun und ist auch kein Zeichen von Schädigung. Wann der Honig auskristallisiert, hängt in erster Linie vom Verhältnis der beiden Hauptzucker Fructose und Glucose zueinander ab. Dieses ist ein signifikantes Merkmal der unterschiedlichen Sorten, so dass man davon ausgehen kann, dass das Kristallisationsverhalten einer bestimmten Sorte (z. B. Akazie) immer annähernd gleich ist. So kristallisieren Akazienhonig und Tannenhonig oft erst nach Jahren, Waldhonig nach einigen Monaten oder auch Jahren, Blüten- und Mischhonige benötigen einige Wochen. Raps- und Kleehonig kandieren dagegen schon innerhalb weniger Tage.

 

Grobes Kandieren wird verhindert


Viele Honigliebhaber bevorzugen streichfähigen, cremigen Honig. Um einen gleichmäßig durchkristallisierten Honig zu bekommen, wird der Honig von Anfang an mehrmals täglich gleichmäßig gerührt. Wenn der Honig von der Konsistenz her kurz vor dem Festwerden ist, wird er auf Gläser abgefüllt. Hat man eine Honigsorte, die erfahrungsgemäß unangenehm grob auskristallisiert, dann bedient man sich eines Impfhonigs. D. h. in den noch flüssigen Honig wird beim Rührvorgang eine bestimmte Menge eines äußerst feinkristallinen Honigs eingearbeitet. Der Honig wird abgefüllt, bevor er endgültig fest ist und kristallisiert dann im Glas feincremig.

 


Tipp
Auskristallisierter Honig kann problemlos durch Erwärmen wieder verflüssigt werden. Das Honigglas am besten in ein warmes Wasserbad stellen. Aber Vorsicht, der Honig sollte nicht wärmer als 40°Celsius werden, da sonst wichtige Inhaltsstoffe, wie z. B. Enzyme, verloren gehen.

 

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